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WETTBEWERB NEUGESTALTUNG BISMARCKPLATZ
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17. Dezember 2018

WETTBEWERB NEUGESTALTUNG BISMARCKPLATZ

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Der Stuttgarter Westen ist ein beliebtes, lebendiges und auch sehr dicht bebautes Gründerzeitquartier, dem ein klares Zentrum fehlt. Der neue Bismarckplatz soll das Herz des Westes sein, der Ort, an dem sich alles trifft und der dem Westen eine erkennbare Mitte und Identifikation gibt.

In seinem jetzigen Zustand wird der Bismarckplatz jedoch kaum als Platz wahrgenommen, zum einen aufgrund seiner fragmentierten Raumkanten, zum anderen weil er durch diagonal verlaufende Straßen zerschnitten wird. Die heutige Gestaltung, insbesondere die Anordnung der Bestandsbäume unterstützen dabei eher die zerschneidende und fragmentierende Wirkung, als ihr entgegenzuwirken. Hinzu kommt die für den fast quadratischen Platz eher unglückliche diagonal verlaufende Topographie.

Morphologisch betrachtet kann der Platz auf zwei Weisen interpretiert werden: Zum einen kann er als freigelassener Block betrachtet werden, zum anderen als „großer Platz“, der von den umgebenden Gebäuden gefasste und von einer Kirche beherrscht wird. Das Konzept ist eine Überlagerung der beiden Sichtweisen: Platz im Platz.

Um dieses Konzept umzusetzen, wird die gesamte Fläche des „großen Platzes“ mit Kirche durch einen einheitlichen Bodenbelag als Einheit betont. Weiter werden zwei parallele Grünstreifen angeordnet, die den inneren Platz vom äußeren differenzieren. Zugleich sind sie so ausgerichtet, dass sie den Bezug zur Kirche stärken. Als weitere Maßnahme werden die Bäume als lineare Pakete angeordnet, so dass sie die Raumkanten stärken.
Die mittlere Fläche des Platzes wird als eine weitgehend ebene Fläche gestaltet, wodurch zur Kirche hin eine großzügige Freitreppe entstehen kann. Zuletzt wird die Schwabstraße im gleichen Bodenbelag wie der restliche Platz gepflastert, um eine Entschleunigung des Verkehrs zu erreichen.

Die beiden seitlichen Grünstreifen sollen durch die Bewohnerinnen und Bewohner des Westens bespielt werden, wobei die Flächenaufteilung durch ein Bürgerkomitee organisiert wird. Gegenüber der Kirche wird ein bestehendes Toiletten- und Trafohäuschen zum Café-Pavillon erweitert, um auch hier eine Belebung des Platzes zu schaffen.